Sterilisation in Kunststoffbehältern

Alles, was Sie über das Sterilisieren von Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen wissen müssen

Sterilisation in Kunststoffbehältern

Ist eine Kunststoffverpackung für meine Konserven am besten geeignet? Hält dieses Material den hohen Temperaturen beim Pasteurisieren und Sterilisieren stand? All diese Fragen werden im folgenden Artikel beantwortet.

Kunststoffverpackungen für Konserven und Fertiggerichte

Laut Wörterbuch bezieht sich Kunststoff auf bestimmte synthetische Materialien, die sich leicht formen lassen und hauptsächlich aus Polymeren bestehen, die aus Erdöl gewonnen werden. Sein Name leitet sich von Plastizität ab, einer Eigenschaft, die sich auf die Fähigkeit bezieht, sich zu verformen, ohne zu brechen.

Wenn man von dieser Art von Behältern spricht, spricht man auch von dem Material, aus dem sie hergestellt sind. Daher möchten wir nach einen kurzen Blick auf seine Geschichte werfen.

Wussten Sie, wie Plastikverpackungen entdeckt wurden und populär gemacht wurden?

Obwohl bei der Erfindung von Kunststoffen bereits einige Fortschritte gemacht wurden, spricht man offiziell erst ab 1860 von den Anfängen des Materials. Dies geschah in den Vereinigten Staaten, als eine Billardkugel-Firma einen Preis in Höhe von 10.000 Dollar für denjenigen auslobte, der ein neues Produkt entwickeln konnte, das Elfenbein bei der Herstellung von Billardkugeln ersetzen würde, da dieses Material immer knapper wurde.

Letztlich gewann John Hyatt dieses Geld, weil er Zelluloid erfand, ein plastifiziertes Derivat von Zellulose, das fast transparent und sehr elastisch ist. Ein Material, aus dem wiederum die Filmindustrie hervorging.

Bereits 1907 erfand Leo Baekeland den ersten duroplastischen Kunststoff – den er Bakelit nannte – der isolierend, hitze-, säure- und wasserbeständig war. Bakelit wurde daher auch in großem Umfang für die Konstruktion von Gehäusen für elektrischer Geräte wie Telefonen verwendet. In der Folge begannen Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu forschen, was schließlich zu neuen Theorien und den Polymeren führte, die wir heute kennen. Und aus denen heute die meisten Lebensmittelverpackungen hergestellt werden.

Tipos de envases de plástico para la esterilización de conservas y platos preparados

Arten von Kunststoffverpackungen

In der Lebensmittelindustrie werden verschiedene Arten von Kunststoffen verwendet. Die aktuellen EU-Verordnungen sehen nummerierte Symbole vor, die angeben, welche Produkte für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind und welche nicht. Diejenigen, die als sicher für die Verwendung in Kontakt mit Lebensmitteln eingestuft werden, sind:

  • 01 PETE. Polyethylenterephthalat, das für Flüssigkeiten wie Softdrinks oder Mineralwasser verwendet wird.
  • 02 HDPE. Polyethylen mit hoher Dichte, das für hermetisch verschlossene Beutel und Milch- oder Saftverpackungen verwendet wird.
  • 04 LDPE. Polyethylen mit niedriger Dichte, das zum Einfrieren von Lebensmitteln verwendet wird.
  • 05 PP. Polypropylen, das für die Herstellung oder Verwendung von Kunststoffbehältern, die zur Lagerung von Lebensmitteln bestimmt sind, verwendet werden sollte.

Der Rest (03 PVC. Polyvinylchlorid, 06 PS. Polystyrol, 07 OTHER. Andere Polycarbonate) sollte vermieden werden, da mehrere wissenschaftliche Studien gezeigt haben, dass sie Bisphenol A (auch BPA) absondern. Diese Verbindung gilt als endokriner Disruptor, welcher die normale Funktion des endokrinen Systems stark beeinträchtigt und somit u.a. den Stoffwechsel, die Schilddrüse, das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit schädigt. Die Chemikalie ist ebenfalls erwiesenermaßen als Ursache für Krebs bekannt.

Was den Sektor der Gourmetkonserven und Fertiggerichte betrifft – der für uns als Unternehmen am meisten im Fokus steht – so werden für einige Arten von Gourmetkonserven normalerweise Schalen, Flaschen und Beutel aus Kunststoff verwendet.

Diese Verpackungen bestehen in der Regel aus Polypropylen (PP), einem thermoplastischen Polymer, das neben den Buchstaben PP die Zahl 5 als Kunststoffkennung trägt und zum Pasteurisieren, Sterilisieren, Verpacken unter modifizierter Atmosphäre (MAP), Schockkühlen, Einfrieren usw. geeignet ist. Es ist einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe, da er Temperaturen bis zu 120°C und Gefriertemperaturen bis zu -20°C standhält, nicht durch Wasser beschädigt wird und sowohl sauren als auch alkalischen Substanzen widersteht.

Polypropylen ist außerdem recycelbar, wiederverwendbar sowie spülmaschinen- und mikrowellenfest, da es sehr stabil gegenüber Temperaturschwankungen und resistent gegen chemische Reinigungsmittel ist.

Diese Art von Kunststoff ist sehr leicht, nicht verformbar und undurchlässig. Dies verhindert nicht nur die Toxizität durch abgelöste Elemente, da es weder BPA noch Phthalate enthält, sondern ermöglicht auch eine bessere Konservierung von Lebensmitteln in Bezug auf die Vermehrung von Bakterien von außen.

Nicht alle Kunststoffmaterialien eignen sich zum Pasteurisieren oder Sterilisieren von Lebensmitteln, die im Autoklav behandelt werden. Aus diesem Grund raten wir Ihnen, das technische Datenblatt jeder der verschiedenen verfügbaren Optionen sorgfältig zu lesen, die Spezifikationen des Herstellers zu konsultieren und die für Ihr Produkt am besten geeignete Option auszuwählen.